Der Antifakongress Bayern

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Im Vorfeld gab es viel Aufregung um den Antifakongress, der letztes Wochenende im DGB-Haus stattgefunden hat. Den Veranstalter_innen wurde zunächst das DGB-Haus als Veranstaltungsort zugesagt und nach einigen Interventionen durch die Gewerkschaft der Polizei und rechten Medien wieder abgesagt. Im Zuge dessen geriet das, was auf dem Antifakongress letztendlich inhaltlich passierte, vollkommen in den Hintergrund. Egal, was diese Leute bei dem Kongress machen würden, ob Heinrich Heine-Lesung oder Aufruf zu Gewalttaten – das Label reichte, um dem Kongress die Räume zu kündigen. Düstere Zeiten, wenn Antifaschismus keinen Raum mehr haben soll, nicht einmal in einem DGB-Haus.

Nachdem das Vorgehen des DGB öffentlich skandalisiert wurde und der Antifakongress breite gesellschaftliche Unterstützung erfuhr, zog der DGB das Verbot zurück.
Letztendlich war die Kriminalisierung des Kongresses durch die Polizei und rechte Medien eine grandiose Werbung, denn am Samstag war der Kongress ausverkauft und auch bei der Veranstaltung mit Frigga Haug am Freitagabend gab es einen Einlassstopp.

Im Nachgang berichteten zahlreiche Medien über den Kongress und so manche Berichterstattung erschien etwas skurril. Niklas Schenk beispielsweise, Sportjournalist beim BR Zündfunk, kritisiert am Schluss seines Artikels:
„Schade bleibt nur, dass sich die Antifaschisten, die seit den G20-Vorfällen in Hamburg unter ständigem Rechtfertigungsdruck stehen und meist einfach nur als „die Antifa“ und Steinewerfer abgestempelt werden, in keinem einzigen Workshop oder Vortrag mit den Gewaltproblemen in den eigenen Reihen auseinandersetzten.“
Seiner Forderung fehlt der Kontext; offenbar ist nicht klar, worum es beim Antifa-Kongress ging: nämlich um die Auseinandersetzung mit dem gesamtgesellschaftlichen Rechtsruck und mit antifaschistischen, linken Perspektiven gegen diese Tendenzen.

In eine ähnliche Kerbe schlägt Frank Seibert von BR puls: Er bemerkt zunächst richtig, dass das Publikum auf dem Kongress gar keine „mit „der Antifa“ oft assoziierten sonnenbrillentragenden Kapuzenpulloverjungs“ sind und beklagt anschließend, warum sich auf dem Kongress denn nicht mit „Gewalt in der eigenen Szene“ auseinandergesetzt wird. Das „Argument“ funktioniert also in etwa so: „Ich stelle fest, dass meine Vorstellung vom Publikum nicht stimmt, finde aber trotzdem, dass sie sich mit meiner Vorstellung von ihm intensiv auseinandersetzen und sich bitte auch explizit davon abgrenzen sollten.“

Während diese und andere Journalist_innen verzweifelt nach dem Vortrag „Linker Terror – Kontinuitäten, gesellschaftliche Wahrnehmung und zivilgesellschaftliche Perspektiven“ suchen, zeigt sich PEGIDA-Chef Heinz Meyer auf einer Leinwand mit Paulchen Panther-Figuren und einem Gedicht, in dem zur Jagd auf Antifaschist_innen aufgerufen wird. Das Gedicht enthält nicht nur klare Bezüge zum NSU-Terror, es spielt auch auf das Oktoberfestattentat von 1980 an, bei dem ein Rechtsextremer zwölf Menschen tötete.

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Die Frage, die sich hier stellt, habe ich vor einigen Monaten bereits in Zusammenhang mit der Berichterstattung über den G20 formuliert: Über welche Gewalt wird gesprochen, welche Gewalt bleibt unsichtbar und welchen Gewaltbegriff hat man überhaupt? Scheinbar sitzt die Wut über die zerstörten Autos in Hamburg immer noch so tief, dass man eine Auseinandersetzung damit als relevanter erachtet, anstatt die Auseinandersetzung mit den Morden des NSU, mit rassistischer Gewalt, mit neonazistischer Gewalt in einem Artikel zu thematisieren und auf ihre Wichtigkeit zu verweisen.
Das ist extrem schade und wird den Diskussionen, die auf dem Antifa-Kongress geführt wurden, die extrem produktiv und spannend waren, nicht gerecht.

Und weil ich keine Lust habe, den Inhalt des Kongresses auch vollkommen unerwähnt zu lassen, werde ich demnächst noch ein bisschen was dazu schreiben, was Frigga Haug am Freitagabend zum Verhältnis von Utopien und praktischer Politik erzählt hat.

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Feiern gehen im Patriarchat

Der Plan war eigentlich, nochmal ein paar Worte zu #MeToo zu schreiben, was eher eine Äußerung zur Debatte als ein Debattenbeitrag gewesen wäre. Aufgrund dessen, was mir am Wochenende passiert ist, leiste ich jetzt aber doch irgendwie eine Form von Debattenbeitrag. Darin geht es – natürlich – um sexistische, grenzüberschreitende Gewalt, die in dem Beitrag auch beschrieben wird.

Ich war auf einer Hochzeit (wow, ich hätte gedacht, es dauert noch eine Weile, bis ich einen Post so beginne). Nach der Feier bin ich noch ein bisschen mit Freund_innen tanzen gegangen an einen Ort, an dem ich sehr regelmäßig tanzen gehe (ich war natürlich hoffnungslos overdressed, aber ob over- oder underdressed ist mir immer ziemlich egal). Es ist schon öfter vorgekommen, dass ich dann angesprochen wurde, eben hin und wieder mal, wie das so ist. An dem Abend aber haben die Ansprachen etwas überhand genommen.

Ziemlich beliebt war es an diesem Abend, mir an den Rücken zu fassen (mein Kleid war rückenfrei), irgendwie darüber zu streichen und manchmal noch dazu meinen Arm festzuhalten, damit ich mich aus der unfreiwilligen Umarmung auch schwerer herauswinden kann. Ein Typ hat es tatsächlich geschafft, vier Mal nicht zu verstehen, dass ich nicht mit ihm reden will und er mich nicht anfassen soll, jeweils im Abstand von zehn bis zwanzig Minuten.

Sein Freund und er saßen irgendwann an der Bar und haben sich über die Frauen im Raum unterhalten, die laut ihnen „verrückt“ seien. Als die Bar zugemacht hat, sind sie aufgestanden und sein Freund hat mir ernsthaft auf den Arsch gehauen. Ich hab mich gewehrt, die Typen sind rausgeflogen, für mich war der Abend gelaufen.

Bei mir passiert jetzt noch viel mehr, der eigentliche Kampf beginnt für mich erst danach. Denn die Fragen kommen, diese Fragen, die man sich eben stellt, wenn man in einer patriarchal strukturierten Gesellschaft aufwächst; die ich hier nicht wiedergeben will, weil sie keinen Raum verdienen. Die Fragen und die Zweifel und die Beschuldigungen. Viele Freund_innen von mir haben sich danach bei mir gemeldet, um mir zu sagen, dass ich mich richtig verhalten habe und dass es nicht meine Schuld war. Das zu hören, direkt danach, am Tag danach, war verdammt wichtig.

Und jetzt? Für die meisten ist die Sache nach dem Wochenende gegessen. Für mich nicht. Ich sitze jetzt da, mit der Berührungsangst, dem Zwang zu duschen, der Appetitlosigkeit, dem Gefühl, eine viel zu krasse Reaktion auf etwas zu zeigen, was in unserer Gesellschaft so eine Banalität darstellt, und mit der Frage, wie ich jemals mit dieser gewaltvollen Gesellschaft umgehen soll. Denn sich in der Situation zu verteidigen ist das Eine. Danach damit umzugehen, mit allen Folgen, von denen diese Typen keine Ahnung haben, ist das Andere.

Irgendwann tritt der Punkt ein, an dem erwartet wird mit solchen Erlebnissen abzuschließen, fertig zu sein, verarbeitet zu haben. Aufgrund von ewigen Vorgeschichten brauche ich für so etwas Jahre, es kommt immer wieder, ich werde diese Momente noch an die 900 Mal durchleben müssen, ungewollt, in Situationen, in denen es absolut nicht passt.

Ein Freund von mir hat an dem Abend die ganze Sache auf einer soziologischen Ebene kommentiert, was mir in dem Moment total geholfen hat. Irgendeine Metaebene einzunehmen, um mich nicht mehr mit der Unmittelbarkeit des Geschehens auseinandersetzen zu müssen. Und er hat darauf hingewiesen, wie spannend und krass es doch eigentlich ist, dass alle Typen unabhängig voneinander mehr oder weniger dieselben oder ähnliche Arten hatten, mich zu berühren, nämlich immer über diese Rückensache.

Das scheint also irgendwie kollektiv zu funktionieren, ohne dass irgendwann mal gesagt wurde „Hey, fass sie einfach am Rücken an, wenn der frei ist, das funktioniert bestimmt.“ Genau diese Muster sind es, die darauf hinweisen, dass deren Handeln strukturiert wird durch eine in sich patriarchal strukturierte Gesellschaft. Sie müssen sich nicht erst darüber austauschen, wie man mich am besten anfasst, sondern es ist einfach unterbewusst klar, wie sie dabei vorgehen, jedem für sich. Selbes gilt für jede andere Grenzüberschreitung an dem Abend; so, wie von Vornherein klar ist, dass Typen Frauen anfassen dürfen, wann und wie sie wollen.
Deren Handeln ist teilweise also schon vorstrukturiert, was aber nicht heißt, dass sie nicht dafür verantwortlich sind. Eine patriarchal strukturierte Gesellschaft nimmt nämlich durch das Handeln solcher Typen erst ihre spezifische Struktur an und jeder – jeder Typ hat die Möglichkeit Leute nicht einfach ungefragt anzufassen oder anzumachen.

Ich habe keinen Masterplan, wie ich weiter mit diesem Abend verfahren soll. Ich weiß, dass ich in nächster Zeit vorsichtig sein muss, wann ich wohin gehe, weil ich eine Wiederholung der Situation unter keinen Umständen aushalte. Ich weiß, dass ich unendlich viel Zeit brauchen werde und dass ich in großen Teilen alleine damit klarkommen muss. Und ich weiß, dass es diese Typen da draußen zu Hauf gibt und dass sie nicht müde werden Frauen zu belästigen. Diese Verhaltensweisen und diese Anspruchshaltung werden erst aufhören zu existieren, wenn sich auf gesamtgesellschaftlicher Ebene etwas ändert.

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Das hab ich ein paar Stunden nach den Vorfällen in meine Instagram-Story geschrieben.

Eine kleine Aktualisierung (6.11.17): Ich habe im Zusammenhang mit #MeToo zwei spannende Artikel gelesen, auf die ich hier gerne noch hinweisen möchte: Der Erste ist ein Artikel aus der ZEIT von Sabine Kray, die statt #MeToo einen Hashtag #FuckYou fordert. Der Zweite ist auf dem Blog feministische studien erschienen und bei diesem Beitrag fand ich besonders den Aspekt der Verfügbarkeit von Frauen, der bei den Äußerungen unter #MeToo so drastisch sichtbar wird, sehr spannend.

Unplugged: Master-Beginn, Stress-Prävention und Blog-Pläne

Ein neues Semester hat angefangen. Für mich sogar noch etwas mehr, nämlich mein Masterstudium. Anstatt weiter Philosophie im Hauptfach und Soziologie im Nebenfach zu studieren, habe ich Soziologie als Master-Hauptfach gewählt und als Nebenfach Komparatistik, also „Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft“.
Ich muss zugeben: Bisher überlege ich ernsthaft, ob es ein Fehler war, mein Nebenfach nicht schon im Bachelor schwerpunktmäßig zu studieren, weil ich es so unglaublich spannend und interessant finde.

Es gibt ein paar Veranstaltungen, in denen poststrukturalistische Autor_innen und Konzepte vorkommen oder im Vordergrund stehen und auf die bin ich besonders gespannt. Gleichzeitig lesen wir Autoren, wie Peter Weiss („Ästhetik des Widerstands“) oder Walter Benjamin. In meinem Philosophie-Studium gab es das sehr selten, wenn überhaupt. Insofern bin ich bisher motiviert, mich wieder in diesen Uni-Kram reinzufuchsen, auch wenn das vermutlich wieder nur ein paar Wochen anhält. Es funktioniert doch immer ähnlich: Man fängt motiviert an, nimmt sich vor jeden Text zu lesen, besucht sogar noch Extra-Veranstaltungen „aus Interesse“ und merkt dann im Laufe des Semesters, dass das doch alles zu viel ist und man den Freitag lieber frei hätte… Aber ich versuche es zumindest dieses Mal durchzuziehen.

In den letzten zwei bis drei Monaten, nach Abgabe meiner Bachelorarbeit, hatte ich viel Zeit darüber nachzudenken, was ich eigentlich machen will und auch wenn ich keine Lösung gefunden habe: Immerhin habe ich mal angefangen meine Pläne infrage zu stellen und in Zweifel zu ziehen, wovor ich früher immer viel zu viel Angst hatte. Jetzt weiß ich zwar immer noch nicht, was wie tun, aber ich weiß zumindest, dass nicht alles so in Stein gemeißelt ist, wie ich es für mich selbst manchmal dargestellt habe.

Ich habe ein paar neue Routinen angefangen, die Stress und Demotivation vermeiden sollen, sowas wie sich morgens vor dem zur Arbeit/Uni gehen ganz viel Zeit nehmen zum fertigmachen, frühstücken, Tee trinken, lesen, planen usw. Das klingt etwas übertrieben, aber tatsächlich brauche ich diese Zeit, um nicht total durchzudrehen im Alltag, der sich im Moment ein bisschen wie Dauerlauf und Termin-Tortur gestaltet.

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Und ich habe mal wieder darüber nachgedacht, was ich so alles auf diesem Blog posten will. Im neuen Semester hätte ich Lust, euch ein bisschen an meinen Uni-Inhalten teilhaben zu lassen, also ab und zu Texte nochmal hier zu besprechen/zu rezensieren, die ich im Rahmen oder außerhalb meines Studiums lese oder gelesen habe. Vielleicht hilft mir das ja, mein inhaltliches Profil zu schärfen, denn das wirkt im Moment in meiner Wahrnehmung eher schwammig.
Außerdem hatte ich schlimme Seriensüchte in den letzten Wochen, habe aber leider nichts zu den Serien aufgeschrieben. Wenn ich also jetzt mal Serien oder Filme schaue, Hörbücher höre und Bücher lese, will ich die auch hier besprechen, denn meine Bücherliste ist unendlich lang und vielleicht entschließt ihr euch ja dazu, ein oder zwei Empfehlungen meinerseits nachzukommen.

Und zuletzt sollen natürlich politische Themen und Veganismus nicht zu kurz kommen, allerdings bin ich da noch dabei über die Umsetzung nachzudenken. Auch wenn ich bald ein Rezept für Karamellpralinen aus Datteln mit euch teilen werde, habe ich im Moment weniger Lust Rezepte zu entwickeln, sondern eher vegane Läden, veganes Essen und das ein oder andere vegane Projekt vorzustellen. Politisch werde ich versuchen, hier und da stadtpolitische Themen und manchmal Vortragsinhalte aufzugreifen, ein bisschen mehr zu ekelhafter Alltagspolitik zu arbeiten und euch an den üblichen unzufriedenen Gedankenspielereien bzgl. Realpolitik teilhaben zu lassen, genauso wie an meinen Überlegungen, wie endlich alles besser wird. ;) Habt einen schönen Sonntag und einen guten Wochenstart!

Ein Plädoyer für die Straße!

Der Syntagma Platz in Athen ist einer der Hauptplätze in Athen: Dort liegt das Parlamentsgebäude, direkt daneben der Nationalgarten, von diesem Platz aus gelangt man eigentlich überall hin.
Egal, an welchem Sommerabend man dort ist, immer ist etwas los, bis tief in die Nacht hinein: Jugendliche fahren Kunstrad, tanzen Breakdance, Kundgebungen finden spontan statt und es tönt laute Musik aus mehreren Ghettoblastern, deren Besitzer_innen sich darum streiten, wer den besseren Musikgeschmack hat.
Es ist vollkommen selbstverständlich, dass dieser Platz den Bewohner_innen Athens gehört und daher die Ghettoblaster-Besitzer_innen nicht jede Nacht eine Anzeige wegen Ruhestörung bekommen und die Jugendlichen immer aufs Neue verjagt werden.
München wirkt hingegen vor allem nachts auf vielen Straßen, wie eine Stadt, in der Menschen zwar draußen arbeiten, einkaufen gehen, Termine haben, aber nicht wirklich leben.

Das Leben findet hier nämlich weniger auf den Straßen statt, als vielmehr in überteuerten Bars und Clubs – und wenn draußen, dann nur an der Isar oder im Englischen Garten – nur im Sommer, versteht sich. Schade eigentlich, dabei stellt eine intensive Nutzung des öffentlichen Raums ein ganz anderes Stadtbild her:
Wo sich Leute ganz entspannt zwei Klappstühle auf den sowieso breiten Gehweg stellen, um ihr Feierabendbier zu genießen, wo Spätis alias Call Shops nicht nur an der Isar und einigen vereinzelten Orten im Westend oder Schwabing zu finden sind und wo man nicht bei jedem Dezibel mehr befürchten muss, dass gleich die Polizei auf der Matte steht, macht es tatsächlich Spaß, auf den Club für vierzehn und den Cocktail für acht Euro zu verzichten und stattdessen in netter Runde auf der Straße abzuhängen.

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Natürlich, es gibt Regelungen, die die all zu braven Bewohner_innen dieser Stadt davon abhalten, nichts auf die üblichen Konventionen zu geben und den öffentlichen Raum stärker für sich zu beanspruchen. Aber gewisse Möglichkeiten wären da trotzdem noch vorhanden, vor allem in Vierteln wie dem Westend, wo es King Butts und Call Shops gibt, die bis 23 Uhr offen haben.
Außerdem: Selbst wenn die Voraussetzungen hier nicht die Besten sind, lassen sich Änderungen verwirklichen. Das muss nicht, kann aber im Kleinen losgehen: Ab und zu mal seinen Feierabend auf die Straße verlegen und dies nicht alleine zu tun, ist vielleicht eine viel angenehmere Auszeit, als Netflix, mit der Packung Chips als einziger Gesellschaft.

Wenn alle immer behaupten, München wäre eine so langweilige Stadt, trist und grau, dann haben sie damit zumindest in großen Teilen Recht. Aber die Lösung des Ganzen ist nicht einzig und allein der Umzug ins hippe Berlin, sondern auch das Gefühl von Freiraum nach München zu holen. Denn auch Städte wie Hamburg und Berlin leben davon, dass die Menschen wie selbstverständlich Zeit auf den Straßen verbringen, mit oder ohne Musik, Bier und guten Gesprächen.
Ob man es glaubt oder nicht – München hat dafür Potenzial, auch wenn es hier noch Einiges zu erstreiten und erkämpfen gibt.
Was aber mindestens genauso viel zählt wie all die äußeren Umstände ist die Einstellung, dass man die Stadt, in der man lebt, und ihr Bild durch eigene Präsenz prägen und gestalten kann und dass man dazu auch ein Recht hat. Denn aus wem besteht denn diese Stadt letztendlich? Aus denen, die in ihr leben. Also gehört ihnen diese Stadt auch – oder etwa nicht?

Skye 2017

My journey through Scotland is over now. Yesterday we arrived at Munich airport, my suitcase filled with TESCO’s vegan cheese and my mood beyond sad.
It’s always the same with such wonderful trips: you get used to traveling, get used to the mountains and hills, to the landscapes, to waking up next to the sea, to hearing the sound of the ocean, to discovering new places and cities.

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And then you have to go. And even though it’s not your greatest dream to spend your whole life at that place, you just don’t want to leave yet, because there are many more things to get used to and to get knowledge of.

So I write this blogpost while I wish myself back to the place I’m writing about… The Isle of Skye.
People say it’s a smaller version of Scotland. If you have seen Skye, you have seen Scotland. I can’t give an opinion on that view, because I haven’t seen enough of Scotland’s countryside, but what I’ve seen on Skye was so wonderful that pictures can’t really capture the actual view.

On Skye we were interested in landscapes and mountains. So we went hiking, packed with our cameras and cereal bars. Essential for our trips were good walking boots, because it often rains and the soil is really slobbery.

We went up the Storr to see the Old Man of Storr, a towering stone on the mountain. Up there it was quite cloudy and foggy, so the sun didn’t hit the stone, but the fog actually created an interesting atmosphere. A windbreaker is definitely as necessary up there as good walking boots! The way up and down is not very hard, but you should watch out for wet stones as you may slip on them.

Not far from the Storr there is a waterfall called Kilt Rock. The cliff there is 60 metres high and so is the waterfall. For me it was not really a pleasure to look down there, but it still was quite impressive. You can also enjoy a great view across the ocean and into the sea. There’s a handrail so when you’re just a little bit afraid of heights (like me) it may be helpful for you.

A second awesome spot to walk and take pictures of is Quiraing. You can take a walk of approximately six hours around Quiraing, but it seems to be pretty difficult. We only drove there, went up another hill across to Quiraing, because the view from there is exceptional and you can shoot great photos. A landslip formed Quiraing and it consists of salient rocks and famous cliffs.
Because of that it’s hard to get a parking spot… You drive up the hill and if you don’t get a parking spot at one of the parking areas it’s difficult to turn around due to the narrow street.

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Quiraing
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Fairy Glen

If you want to take an easy walk, visit Fairy Glen. It’s a small landscape of hills which are formed in a very specific way. It’s called Fairy Glen, because people are saying that the fairies did their best to make the landscape look lovely – in my opinion they definitely succeeded.

On the Isle of Skye I also saw seals for the first time in my life. They’re hanging around at the bays of Dunvegan castle, relaxing. You can have somebody take you there by boat, but you can also take field glasses with you, then you don’t disturb them even though they seem to be used to people and boats.

And for my vegan subscribers: When you visit the Isle of Skye, stop at Cafesia. It’s a gorgeous place that offers vegan pizza, vegan sandwiches, some other vegan meals and also many gluten-free dishes. I loved the little restaurant with great friendly staff.

So, that was my trip to Scotland. I’m not really happy to come back into my daily life after what I’ve experienced and seen in Scotland. And I deeply wish to come back someday and to discover more of Scotland and especially the Scottish highlands.

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Landscapes in the Scottish Highlands

Inverness 2017

After two days in Inverness we continued our journey through Scotland. One week is over now and we’ll spent another on the Isle of Skye. But today I want to write about Inverness, a small, beautiful city in the north of Scotland.

I thought there wasn’t much to see since it’s much smaller than Edinburgh. But I was proven wrong. In Inverness we did two trips that really fascinated me. First, we went down the so called Ness Island Walk or River Walk. There is a river which flows through Inverness called „Ness“. And yes, „Loch Ness“ is called that way because of that river. „Loch“ means lake in that case and the river turns into the lake.
So, the monster of Loch Ness is said to live in the lake, even though some „sightings“ of it happened in the river. By the way: I think it’s one of the only myths where the monster never hurt or killed a person.

Well, back to Inverness and the River Walk. Walking down the river at some point you can go over a bridge on some small islands. I really liked the growing flora on those islands, really old, high trees with big roots. Everything is green and it feels a little bit like walking through part of a very cold and northern jungle.
We walked one hour or maybe two, but you can decide whether you want to walk the whole Ness Island Walk or you take a short cut over one of the first islands. There are many foot bridges to walk over the river and back on the other side of it.

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The second trip worth mentioning was visiting Culloden Battlefield and its visitor center. I don’t know if you’re aware of the story behind the battlefield, I wasn’t to the fullest.
In 1746 the British Army fought against the Jacobites. The Jacobites wanted Bonnie Prince Charles’ father, James, to be crowned king and therefore have the Scottish heir to the throne regain the crown, while the English wanted to keep their territory. The Jacobites where some of the Scottish Highlanders who hoped to preserve their way of living and who thought a king like James would help them with that. The battle only took one hour, 1500 Jacobites and 50 British Soldiers were killed.

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Stones on Culloden Battlefield, marking the position of different Clans and how many Clansmen fought that day.

The exhibition was gripping, because it really imparted information and history in a exciting and vivid way by using different materials and media. The lead up to the battle towards the battle was shown on two opposing walls with short text passages on each. The left one was telling the story of the British Army and the right one illustrated Bonnie Prince Charles’ and the Jacobites’.
After that it made a turn into a dark corridor which represented the night before the battle. On the left hand side you could hear the snoring of English soldiers after celebrating the birthday of the Duke of Cumberland and on the right hand side there were the Jacobites’ footsteps through the Culloden Moor who had to wander the whole night.

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Culloden Battlefield

IMG_5821The corridor was followed by an empty room with blank walls. On all four walls a screen appeared and first you only saw Culloden Moor. Then soldiers appeared and wewatched a staged version of the Culloden battle. One hour was shortened into five minutes, but due to the four screens and sounds from every angle of the room it felt horribly vigorous.
After watching the battle we went into a room where weapons and other materials were exhibited. You could also look on a screen where the battle was shown from the aerial perspective in a more strategically interesting way. In the last corridor the history after the battle was told and that the Clans and their symbols (Kilt, Tartan, …) were forbidden.

I think that exhibition depicts an important part of Scottish history and makes you think about some symbols you never thought about before.

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A blue flag stands for the front line of the Jacobites.

Afterwards I went on the battlefield itself. It is part of the reconstruction of the battle, red flags mark where the British Army was positioned, blue flags mark the locations of the Jacobites. So you really can imagine dimension the battle had.
Also stones with the clan names of the Jacobites are mounted on one side of the battlefield. I found it irritating that at the stone of clan Fraser there were so many more flowers than on the other ones. Just because a fictional character from a popular series was part of that clan, doesn’t mean that the clan was more important or better or anything in real life.

And now, for my vegan readers: I’m quite excited and delighted about the vegan cheese options here in Scotland. In TESCO Extra or TESCO Superstores (I mentioned TESCO in my last blogpost already because of fishless fingers) you can find vegan cheese under the label „free from…“. It offers food without gluten, without wheat and some also without milk and egg.
The vegan options are also often assigned with the note „Suitable vor vegans“. I really loved the smoked cheese and cheddar, but the vegan parmesan and mozzarella made me think about moving to the UK, because it was so delicious. We made Pizza and Pasta and the cheese melted perfectly and tasted extraordinarily well.
The label also offers really great vegan desserts like Creme Caramel and Panna Cotta. You should definitely try it, you won’t regret it!

And another advice for those who will travel to Scotland: If you are interested in historic Scotland, castles and stuff like that, maybe it makes sense to buy the Explorer Pass. For more information, visit Historic Environment Scotland. Using it we saw great places and saved quite some money.

Now I’m already on the Isle of Skye. I will tell you about my week here in another blogpost. But I’m really enjoying the way of travelling we chose this year. Not staying at one place for two weeks, but visiting three wonderful places.
I like being on the road, seeing scenic and incredible landscapes while traveling. I’ve seen so many different sceneries and regions of Scotland and I know that there would be many more places to visit. On the one hand that’s unsatisfying, because the trip never feels completed. But on the other hand you also never get the false impression that you „know“ the geography of a country.

Edinburgh 2017

Currently I’m visiting Scotland with my parents and my sister. Since last Saturday we’re in Edinburgh and tomorrow we’ll drive to Inverness. I’ve never been to Edinburgh before and in my opinion the city really has charm. The architecture of the old houses in Edinburgh and the construction of the whole city holds a certain fascination for me. And there are great restaurants with vegan options or a totally vegan menu.

We arrived at the airport of Glasgow and drove from there to Edinburgh. On our way we saw two castles: Stirling Castle and Doune Castle. The first one was really crowded, but you had a great view from the castle wall. And the second will be known to most as a shooting location from Game of Thrones or Outlander.
Actually a big reason why my family is traveling to Scotland this summer is the series Outlander. Many castles we were visiting appear in the series that I haven’t seen. At the moment they’re trying to enthuse me with it and in my opinion it’s not bad, but I don’t like the setting of the story very much.

Well, but I wanted to travel with my family again and I’ve never been to Scotland. So I thought it might be a pleasant travel destination. And by now I can’t complain, Edinburgh is a gorgeous city. On our first day we visited some memorials, sightseeing stuff and to my great joy Henderson’s Vegan. It has great cakes and desserts and there also was a live pianist playing. I haven’t seen that for quite some time, so I was pleasantly surprised. He played awesome and I would’ve liked to talk to him, because he seemed to be very nice.

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Pier of Blackness Castle

At the next day we drove out of Edinburgh to visit more castles from Outlander. The one that really delighted me was called Blackness Castle or „Ship that never sailed“. It has the silhouette of a boat, the front targeted at the sea.
It was quite cold, windy and cloudy, therefore an even more adventurous atmosphere. I don’t know, but the sea always attracts me. I like watching the water and when I’m standing high above it, it’s something different.

On our way back we went shopping in a TESCO Superstore. In those you can find vegan food that’s rare in Germany (at least in Munich) such as „fishless fingers“. I bought some stuff, because I doubt I’ll find great vegan food in Inverness or on The Isle of Skye. There was also icecream by Alpro I haven’t seen in Germany yet.

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Well, and today I had my tasting-day: After we visited Edinburgh Castle I totally focused on vegan food. First, we ate at Daylight Robbery, a restaurant with vegan options. Actually I had hoped for vegan fish’n’chips, but I was disappointed. They took it from the menu, so I ate deep-fried cauliflower, called Cauliflower Popcorn instead, which was also a great choice. My dad went for a vegan jackfruit-burger, also delicious.

Our second restaurant was Holy Cow. It’s completely vegan and offers warm food as well as cake. For the first time since I visited the USA as a vegetarian I had Red Velvet Cake – vegan of course. And that was just awesome. The peanutbutter-chocolate-cake my mum had was as fantastic as the fruit-chocolate-cake my dad ate. We were all satisfied, especially me, because I’m even more happy about my food when my family also likes it. I have to say, I was scared that our differences in food choices would complicate our holidays, but most of the time they’re eating vegan with me. That’s cool and sadly it’s not normal that friends and family adjust their food to yours.

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Great Red Velvet Cake at Holy Cow

And now on my last evening in Edinburg, I’m enjoying something I thought I would never have. Some time ago I saw an advertisement on Instagram for booja booja-icecream. I looked for it, but in Germany I didn’t find it in any shop or supermarket. Here I finally found it, even my preferred flavour: salted caramel. So, I will have that icecream with my family now and hopefully I’ll write some more about my trip to Scotland soon.

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