Unplugged: Master-Beginn, Stress-Prävention und Blog-Pläne

Ein neues Semester hat angefangen. Für mich sogar noch etwas mehr, nämlich mein Masterstudium. Anstatt weiter Philosophie im Hauptfach und Soziologie im Nebenfach zu studieren, habe ich Soziologie als Master-Hauptfach gewählt und als Nebenfach Komparatistik, also „Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft“.
Ich muss zugeben: Bisher überlege ich ernsthaft, ob es ein Fehler war, mein Nebenfach nicht schon im Bachelor schwerpunktmäßig zu studieren, weil ich es so unglaublich spannend und interessant finde.

Es gibt ein paar Veranstaltungen, in denen poststrukturalistische Autor_innen und Konzepte vorkommen oder im Vordergrund stehen und auf die bin ich besonders gespannt. Gleichzeitig lesen wir Autoren, wie Peter Weiss („Ästhetik des Widerstands“) oder Walter Benjamin. In meinem Philosophie-Studium gab es das sehr selten, wenn überhaupt. Insofern bin ich bisher motiviert, mich wieder in diesen Uni-Kram reinzufuchsen, auch wenn das vermutlich wieder nur ein paar Wochen anhält. Es funktioniert doch immer ähnlich: Man fängt motiviert an, nimmt sich vor jeden Text zu lesen, besucht sogar noch Extra-Veranstaltungen „aus Interesse“ und merkt dann im Laufe des Semesters, dass das doch alles zu viel ist und man den Freitag lieber frei hätte… Aber ich versuche es zumindest dieses Mal durchzuziehen.

In den letzten zwei bis drei Monaten, nach Abgabe meiner Bachelorarbeit, hatte ich viel Zeit darüber nachzudenken, was ich eigentlich machen will und auch wenn ich keine Lösung gefunden habe: Immerhin habe ich mal angefangen meine Pläne infrage zu stellen und in Zweifel zu ziehen, wovor ich früher immer viel zu viel Angst hatte. Jetzt weiß ich zwar immer noch nicht, was wie tun, aber ich weiß zumindest, dass nicht alles so in Stein gemeißelt ist, wie ich es für mich selbst manchmal dargestellt habe.

Ich habe ein paar neue Routinen angefangen, die Stress und Demotivation vermeiden sollen, sowas wie sich morgens vor dem zur Arbeit/Uni gehen ganz viel Zeit nehmen zum fertigmachen, frühstücken, Tee trinken, lesen, planen usw. Das klingt etwas übertrieben, aber tatsächlich brauche ich diese Zeit, um nicht total durchzudrehen im Alltag, der sich im Moment ein bisschen wie Dauerlauf und Termin-Tortur gestaltet.

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Und ich habe mal wieder darüber nachgedacht, was ich so alles auf diesem Blog posten will. Im neuen Semester hätte ich Lust, euch ein bisschen an meinen Uni-Inhalten teilhaben zu lassen, also ab und zu Texte nochmal hier zu besprechen/zu rezensieren, die ich im Rahmen oder außerhalb meines Studiums lese oder gelesen habe. Vielleicht hilft mir das ja, mein inhaltliches Profil zu schärfen, denn das wirkt im Moment in meiner Wahrnehmung eher schwammig.
Außerdem hatte ich schlimme Seriensüchte in den letzten Wochen, habe aber leider nichts zu den Serien aufgeschrieben. Wenn ich also jetzt mal Serien oder Filme schaue, Hörbücher höre und Bücher lese, will ich die auch hier besprechen, denn meine Bücherliste ist unendlich lang und vielleicht entschließt ihr euch ja dazu, ein oder zwei Empfehlungen meinerseits nachzukommen.

Und zuletzt sollen natürlich politische Themen und Veganismus nicht zu kurz kommen, allerdings bin ich da noch dabei über die Umsetzung nachzudenken. Auch wenn ich bald ein Rezept für Karamellpralinen aus Datteln mit euch teilen werde, habe ich im Moment weniger Lust Rezepte zu entwickeln, sondern eher vegane Läden, veganes Essen und das ein oder andere vegane Projekt vorzustellen. Politisch werde ich versuchen, hier und da stadtpolitische Themen und manchmal Vortragsinhalte aufzugreifen, ein bisschen mehr zu ekelhafter Alltagspolitik zu arbeiten und euch an den üblichen unzufriedenen Gedankenspielereien bzgl. Realpolitik teilhaben zu lassen, genauso wie an meinen Überlegungen, wie endlich alles besser wird. ;) Habt einen schönen Sonntag und einen guten Wochenstart!

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Unplugged: Alles Gute zum Dreijährigen

Hallo liebes damaliges Ich,

heute vor drei Jahren hast du diesen Blog begonnen. Damals hieß er anders und war für einen ganz anderen Zweck gemacht. Vermutlich ist die Seite „spoken word“ das Einzige, was vom alten Blog übrig geblieben ist. Darunter befinden sich die ältesten Texte, die dieser Blog zu bieten hat.

Was ist seitdem passiert? Beiträge wurden geschrieben und gelöscht, du hast auf diesem Blog dein Herz ausgeschüttet, in dem angenehmen Wissen, dass die Leute, die es betrifft, den Blog nicht lesen. Entweder, weil sie nichts davon wissen oder, weil es sie nicht interessiert. Und bevor sie wieder darauf aufmerksam werden konnten, waren die relevanten Beiträge schon wieder gelöscht und selbst, wenn nicht: Damals hast du in Metaphern geschrieben, die die meisten überlesen haben.

Du hast einen anderen Blog angefangen, so nebenher. Mit mehr privatem Kram. Weil dieser Blog ganz klar dir zuzuordnen ist, weil das RiotSqrrrl* auch auf Twitter und Instagram ist und viele Leute, die dich kennen, wissen, dass es dein Blog ist. Und das ist ein Hemmnis. Du hast die Leute immer bewundert, die auf ihren Blogs ihr komplettes Privatleben ausbreiten, inklusive der dreckigen Details daraus. Eine lange Zeit hattest du Angst, dass Leute abseits der auserwählten Eingeweihten auch bemerken würden, wer diesen Blog schreibt, denn du hasst es, auf ihn oder seine Inhalte angesprochen zu werden.
Es gab da mal diese Person, die dir auf jeden verdammten deiner Beiträge ein ungefragtes mündliches Feedback gegeben hat und Dinge hineininterpretiert hat, die du nicht so meintest und die die Person nichts angingen (die Person stand aber auch ungefragt vor deiner Haustüre und hat dich ungefragt angefasst und noch viele weitere Dinge ungefragt getan, insofern ist sie der falsche Maßstab). Und da hast du gemerkt, wie schwierig das sein kann, wenn Leute wissen, wer du bist und dich im Offline-Leben auf deinen Blog ansprechen und was denn hier los war und wieso du denn diese Meinung hast und warum du denn nur das geschrieben hast. Manchmal sind Kommentarspalten weniger anstrengend, als die Auseinandersetzung im echten Leben, fällt dir auf.

Und deshalb hattest du das Bedürfnis, eine Plattform abseits dieses Blogs zu haben, weil du so schreibwütig warst und viel in Schriftform erzählen wolltest und irgendwie nicht wusstest, ob dieser Blog dafür das Richtige ist.
Dann hat sich eine seltsame Trennung zwischen Politischem und Privatem eingeschlichen, die du auch mal ganz deutlich so formuliert hast und als dir das aufgefallen war, hast du erstmal gar nichts mehr geschrieben.

Du magst die Texte, die auf dem anderen Blog sind, aber du fühlst dich auch ein wenig komisch, sie zu lesen, weil jede_r sie lesen kann. Und andererseits weißt du nicht, warum du das so streng trennst und warum das RiotSqrrrl* nicht auch mal Privates schreiben sollen dürfte. Ich meine, Eichhörnchen haben auch Gefühle, oder?
Also haderst du, ob du den anderen Blog sofort löscht oder ob du ihn still und heimlich in den Untiefen des Internets untergehen lässt, bis du ihn in einem Anfall von „Aaah, ich muss alles ändern und abschließen“ erst später löscht.

Du hast an diesem Blog hier mehrere Monate nicht geschrieben, manchmal zehn bis fünfzehn Beiträge auf einmal gelöscht. Nach einem unglaublich übergriffigen Kommentar zu einem Text, bei dem es um sexualisierte Gewalt ging, hattest du monatelang eine Schreibblockade und Angst davor, wieder zu schreiben. Seitdem hast du hier nicht mehr wirklich persönliche Dinge rausgelassen und jetzt, findest du, ist es an der Zeit, diesen Kommentar und alles, was damit kam, beiseite zu legen.

Der Blog hat sich mit dir verändert in den drei Jahren. Es ist kein Tagebuch und es ist kein sichtbarer Beweis für deine Entwicklung, weil er fragmentarisch und voller Auslassungen und Leere ist. Aber es ist nie zu spät, das anders zu machen, sich vielleicht etwas komplett Neues zu überlegen oder doch zu alten Formen zurückzukehren.
Wichtig ist nur, dass es den Blog noch gibt, weil er dir nach all der Zeit doch recht viel bedeutet.

Unplugged: Kiste über Kiste über Kiste

Uff, es ist wieder viel Zeit vergangen seit meinem letzten Beitrag. Ich bin momentan dabei, meine Bachelorarbeit zu konzipieren und ein Exposé dafür zu entwickeln. Alles sehr schwierig, weil ich mir ein ziemlich sensibles und historisch bedeutendes Thema rausgesucht habe. Aber es würde Spaß machen – wären da nicht diese vielen anderen Dinge, die ich zutun habe.

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In eineinhalb Wochen ziehe ich nämlich um. Das bedeutet, ich sitze momentan zwischen Kisten und Papierstapeln und von der Wand genommenen Bildern. Allgemein habe ich das Gefühl, alles verändert sich viel zu schnell: neue Wohnung, neuer Job, neue Perspektiven, neue Verwirrtheiten in Bezug auf Zwischenmenschliches, neue Wünsche, quasi alles neu. Aber seit wann ist neu scheiße?
Ein Freund von mir hat gesagt, Veränderung wäre prinzipiell erstmal gut. Und ich predige selbst immer, dass alles in Bewegung bleiben muss und man ja nicht stehenbleiben darf. Dabei ist das Stehenbleiben manchmal gemütlich und oft richtig, aber noch viel öfter schwierig.

Im Moment weiß ich nicht so richtig, wohin mit mir. Ich habe auf das letzte Wochenende hingelebt (wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass ich in Berlin war) und jetzt lebe ich auf den Umzug hin und danach auf den Beginn der Bachelorarbeit und dann auf das Ende und dann kommt der Master und dann kommt ? und danach geht es auch weiter und wenn ich nicht irgendwann aufhöre, auf Dinge hinzuleben, höre ich auch nie auf zu rasen. Aber irgendwie bin ich so, befürchte ich.

Was erwartet euch in den nächsten Wochen auf dem Blog? Vermutlich ein wenig Schweigen, vielleicht ein Rezept, eine Rezension und hoffentlich auch mal was Historisches und zwar zum Recht auf Abtreibung. Aber ich möchte das alles nicht versprechen, Zuverlässigkeit ist gerade nicht mein zweiter Vorname und mir wurde gesagt, ich soll nichts versprechen, was ich nicht halten kann.
Bis dahin: Viel Eichhörnchen-Power!

Unplugged: Ein vorausschauender Rückschritt

Es ist ja nun Ende November, für mich wohl das letzte Mal, um nochmal durchzuatmen vor dem Dezember. Das Eigenartige an meinem Dezember ist das immer wiederkehrende Phänomen, dass anfangs der ganze Dezember die entspannteste Zeit des Jahres zu werden scheint: Einmal kurz in die Stadt, Geschenke shoppen, ansonsten eben normal-stressiger Alltag, nichts Besonderes.

Bisher habe ich noch nicht genau herausgefunden, wieso es der Dezember trotzdem jedes Jahr aufs Neue schafft, der stressigste Monat im Jahr zu werden, obwohl ich auch keine Person bin, die sich dem ultimativen Weihnachtsstress hingibt, jeden Tag Plätzchen bäckt, nur noch suchend durch die Stadt läuft und meint, die gesamte Weihnachtspause über müssen genug Bücher da sein, um sich für irgendwelche Hausarbeiten vorzubereiten.

Jedenfalls wollte ich ja durchatmen. Das habe ich den ganzen November über kaum gemacht, weil plötzlich irgendwelche Deadlines kamen, die es sonst in meinem gesamten Studium noch nie gab, so etwas wie Essay-Deadlines mitten im Semester beispielsweise.
In Hamburg habe ich es geschafft, bestimmte (kreative) Projekte anzupacken. Dazu gehörte mein erstes eigenes Zine (dessen Texte nun seit zwei Monaten unangetastet in einem Ordner auf meinem Laptop vergammeln), grundlegende Änderungen in meinem Tagesablauf (Stichwort: Zeit für Frühstück und zum Zeitung/Internet lesen), leckere Sachen kochen und die auf meinen damals neu erschaffenen Instagram-Account stellen und für eine sehr kurze Weile sogar Freeletics (Never again, I promise!).

Dann kam ich wieder hierher, hatte mir viel vorgenommen, zum Beispiel das Veröffentlichen meines ersten Zines, Zeit für Training, Zeit zum Bücher, auch Prosa lesen, diesen Blog, Dinge, die Spaß machen. Es gab sogar eine Liste in meinem Bullet Journal dafür (es sei an dieser Stelle gestattet, entnervt die Augen zu verdrehen). Und irgendwie ist das Meiste davon verloren gegangen zwischen Uni-Texten, Politik machen, abends ausgelaugt Serien schauen, weil ich nach 10 Stunden Arbeit und Uni meistens keinen Kopf mehr für schöne und kluge Worte habe, zum Schreiben oder Kochen, sondern einfach nurnoch in meinem Bett liegen und versumpfen will. Dabei ist es nicht sonderlich hilfreich, dass Netflix beschlossen hat, eine neue Staffel Gilmore Girls herauszubringen, gerade dann, als ich dachte, ich hätte bald das Ende der Serie erreicht und damit auch das Ende des Zwanges jede freie Minute für Gilmore Girls zu opfern.

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Für mich ist es in Ordnung, an dem Widerspruch zwischen Anspruch und Realität oft, sogar meistens zu scheitern, denn meine Ansprüche sind unerfüllbar und das wissen alle, am allermeisten ich selbst. Aber trotzdem habe ich ein paar Neuerungen eingeführt, die mir dabei helfen sollen, „ZfD“ (wie eine Freundin und ich es früher nannten, die Abkürzung für „Zeit für Dich“) durchzusetzen. Das sind zum Beispiel Tage, die ich mir im Kalender als solche markiere, an denen ich mir den kompletten Tag Zeit zum Texte abseits der Uni lesen nehme oder Abende, die ich fest für Freund_innen einplane, manchmal auch Abende, die ich schon ein oder zwei Wochen vorher als solche blocke, an denen ich ausgiebig kochen oder mal was backen will.

Das größte Problem ist, glaube ich, meine nun schon gefühlt eine Ewigkeit anhaltende halbe Schreibblockade. Halb nur deshalb, weil ich schon Seminararbeiten und Hausarbeiten verfassen und ab und zu einen Text auf meinen Blog stellen kann, aber das nur nach tagelangem vor mir Herschieben, nach endloser Überwindung und nur, wenn die Folge Gilmore Girls dann mal wirklich nicht so prickelnd war. Tatsächlich ist diese Zeit, in der ich mich kaum bewegen kann, weil ich müde bin, ziemlich nervtötend und präsent in meinem momentanen Tagesablauf. Dabei würde ich richtig gerne an einer Geschichte weiterschreiben, die ich vor ein paar Monaten mal angefangen habe, ich würde gerne irgendwie klug das Weltgeschehen in mehr, als 140 Zeichen kommentieren oder die fehlenden Texte für mein Zine schreiben. Und dann sind da noch diese spannenden Call for papers, bei denen ich manchmal und zu bestimmten Themen auch gerne etwas einreichen würde.

Naja, der Plan ist jedenfalls, wenn ich die alte 7. Staffel Gilmore Girls fertiggeschaut habe (was in ein paar Tagen der Fall sein wird), keine neue, so packende Serie mehr anzufangen und stattdessen diese vielen tollen Bücher, die sich ungelesen in meinem Regal tummeln, zu verschlingen und zu lernen, sehr billig grandios zu kochen, denn im Moment habe ich tatsächlich für vegane „Extra“-Produkte kaum noch Geld übrig.

Wer mir bei meiner Schreibblockade helfen kann und eine Idee hat, wie ich diese Prokrastinationszeit so ein bisschen weniger werden lassen kann, möge sich melden. Prokrastination ist zwar für mich wichtig und ich mache das gerne und finde es richtig, aber so viel, wie momentan, tut mir nicht gut.

Denn es ist weniger Prokrastination als vielmehr die Angst, von der Stille erwartungsvoll angestarrt zu werden. Sie fragt mich „Na, was machst du als Nächstes? Wo geht es hin? Hast du schon das und das erledigt?“ und bevor ich mir das anhören muss, mache ich lieber sofort, wenn ich zuhause bin, Netflix an und höre, denke gar nichts mehr. Aber das ist so eine uralte Sache, das habe ich seit Jahren, diese Angst vor der Stille, vor den Zweifeln, die sie aufwirft.
Und eigentlich denke ich, dass es gerade jetzt an der Zeit wäre, mich zu fragen, wo es hingeht.

Unplugged: Hamburg 2016

By now, nearly all german-speaking blogs I read regularly went into recess for the summer. I went there in some way myself, but not in the way you might think.
Since July 31st, I have been staying in Hamburg where the weather is often rainy and cold (although not these days, I had to sweat at 28 degrees Celsius). Currently I’m doing an internship at a journal which is pretty cool, because I get to know so many things I can use later. So, there is no summerbreak for me, but six hours of work every day without payment. After work my seminar papers are waiting for me. Six hours might not sound like fun, but actually it’s okay, because the work is really interesting and inspirational and if I have nothing to do I can do other stuff.

Nevertheless I’m having a great time here, because Hamburg is the only city in Germany I can imagine to live in. Over years during holiday I have discovered awesome places to hang out and to go, I love the famous harbour, some areas like Schanzenviertel or St. Pauli. I can go for a meal and actually will easily find something vegan (or more easily than in Munich). In Hamburg just walking around is kind of interesting. Of course, because I don’t know the area that much, but also because it’s full of surprises and the whole structure and outlook is different. You can definitely find much more street art and graffiti here which – especially for me – makes it more joyful to walk around and look at the walls.

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And of course the problems I have in Munich are gone for a while. Not as far as I had hoped, because I get bad messages sometimes, but at least I’m not that directly confronted with them now.
Nevertheless I spend much time thinking and planning. When I come home some things will change. About some changes I’m very happy and I will try to encourage those changes actively. For example I want to get my zine published I’m currently writing texts for. At the end of the year it will hopefully be printed and I’ll spend much more time producing it after my return in October. And some changes frighten me horribly and I have to think about possible dealings with that sort of new situation. I will be confronted with the appearance of a person I definitely never wanted to be confronted with anymore. There will be struggles and fights for my rights and there will be days I’ll really feel bad. So I’m trying to prepare myself (you know, exercise sports and defending myself a little bit harder, collecting music for bad times, making lists with things I should do when I’m desperate, stuff like that). And I think in the end it will work out somehow.

Also I really got into that bullet journaling thing. Everything is clearly organized now and that makes me happy. I’m crazy about adding little niceties to my journal and everyday I have new ideas for my journal-design. Actually I hope I can use them when I’ll produce my zine, too. Another really good thing about being far away from home and friends and family for a while is the free time I suddenly have. Of course I hang around with people sometimes and some friends came to Hamburg and visited me, but I don’t have that much plannings for the evening. So I have time to read, to write, to spend time at the harbour or elsewhere outside or on the internet.

I went to Hamburg not only for the internship. I wanted to clean my head, create space for new and realise some old projects and I wanted to create distance to Munich and my daily routine there. Now I realise how much I needed that and how good it feels to be gone for a while.
Of course I know that not everybody has the possibility to take some time off and drive away, because it costs a lot of money (I had to save money for a long time). But if you need it and you get the chance, take it! Maybe it will help you as it has helped me.

When I’m back in Munich at the beginning of October I will give some tips to you what to do and where to eat vegan in Hamburg. Something like a best of two months there.